Tierversuche an der Univesität Gießen – grausam und sinnlos

Da die Universität Gießen unsere Forderungen ignoriert, werden wir erneut demonstrieren!

Im Jahr 2015 litten 2.799.961 Tiere in deutschen Tierversuchslaboren (BMEL). Die Dunkelziffer ist wesentlich höher! Auch die Universität Gießen ist an diesen Grausamkeiten beteiligt und hält weiterhin an der inhumanen und unsinnigen Methode Tierversuch fest:

Anfang Mai dieses Jahres haben wir den Verantwortlichen der Universität Gießen (JLU) mehr als 5000 Unterschriften für ein sofortiges Ende aller Tierversuche an der JLU übergeben. Die Leitung der Hochschule hat die Unterschriftenlisten zwar entgegengenommen, sich bisher jedoch nicht zu der Forderung verhalten. Wir haben die Zuständigen, insbesondere Personen, die Tierversuche durchführen und befürworten, mehrfach dazu eingeladen, ihre Position in einer öffentlichen Veranstaltung zur Diskussion zu stellen. Heute sowie vor einem Jahr blieb unsere Aufforderung jedoch völlig unbeantwortet.

Wir verlangen die unmittelbare Beendigung aller Tierversuche an der Universität Gießen sowie an jedem anderen Ort!!! Darüber hinaus fordern wir die sofortige Einstellung der massenhaften Tötungen von Tieren zu Versuchszwecken!!! Dies gilt auch für eine unbekannte Anzahl an Lebewesen, die insbesondere von Hochschulen, teils eingekauft, teils gezüchtet und dann als „Überschuss“ getötet werden.

Diese unnötige Grausamkeit muss endlich ein Ende haben!!! Tierversuche sind nicht nur barbarisch und unnötig, sie behindern zudem den wissenschaftlichen Fortschritt. Aus diesen Gründen möchten wir, mit euch gemeinsam, auf die Straße gehen und den Verantwortlichen zeigen, dass wir diese unethischen Machenschaften nicht stillschweigend hinnehmen!

Wie bei all unseren Aktionen sind Menschen mit rechtem, sexistischem oder homophobem Gedankengut selbstverständlich unerwünscht! Alle, die mit uns gemeinsam auf die Straßen gehen, bekennen sich zu Weltoffenheit!!!

Ausdrücklich nicht erwünscht sind zudem Parteien. Wir sind keine Plattform für jeglichen Wahlkampf und distanzieren uns von Parteiwerbung.

Hier geht es zum Infoflyer: Flugblatt _Tierversuche_Uni_Giessen

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03.05.2017: Mehr als 5000 Unterschriften für die sofortige Beendigung aller Tierversuche an der JLU Gießen übergeben

Zu einigen Medienberichten:

hessenschau

Gießener Anzeiger

Radio FFH

 

15.04.2017: Demo gegen Tierversuche

Tierversuche – Mitten in Gießen – versteckt vor der Bevölkerung!

Die Justus-Liebig-Universität führt jedes Jahr tausendfach Tierversuche durch. Laut den aktuellsten, offiziellen Angaben der Pressestelle der JLU wurden 2014 14.925 Wirbeltiere „eingesetzt“ – wie es euphemistisch heißt. Zu den verwendeten Tieren gehören Mäuse, Hunde, Katzen, Kaninchen, Ratten, Enten, Schweine, Schwäne und viele, viele weitere Tierarten. Die genauen Zahlen der getöteten „Versuchstiere“ liegen im Dunkeln, weil die gesetzlich vorgeschriebene Dokumentationspflicht für Tierversuche oberflächlich und unzureichend ist. So werden allein Wirbeltiere statistisch erfasst. Auch für die vielen Tiere, die von der Hochschule “vorrätig“ gezüchtet, dann nicht für die Versuche benötigt und achtlos umgebracht werden, findet sich kaum ein Beleg. Im Jahr 2012 tötete die Universität Gießen so beispielsweise zusätzlich 16.238 Mäuse, die in keiner offiziellen Statistik auftauchen.

Wir sind der Meinung, dass diese unnötige Grausamkeiten endlich ein Ende haben müssen und die Bevölkerung über diese versteckten Leiden informiert werden muss! Sachkundige Experten, wie etwa Claus Kronaus, Geschäftsführer des deutschen Vereins Ärzte gegen Tierversuche e.V. und der britische Forscher Dan Lyons sind sich zudem einig, dass Tierversuche der falsche Weg sind, weil deren Ergebnisse nicht verlässlich und nicht auf den Menschen übertragbar sind. Somit sind Tierversuche nicht nur barbarisch und unnötig, sie gefährden zudem unser aller Gesundheit. Aus diesen Gründen wollen wir, die Tierrechtsgruppe Gießen, zusammen mit den ARIWA Ortsgruppen Vogelsberg und Mittelhessen,  im Gegensatz zur Forschung, nicht stillstehen!

Am Ostersamstag, ab 11:00 Uhr, werden wir am Kirchenplatz mit Infoständen auf Tierversuche aufmerksam machen und ab 13:00 Uhr samt einem Begleitfahrzeug friedlich und lautstark durch die belebten Straßen Gießens demonstrieren. Lasst uns gemeinsam die Stimme für die fühlenden Lebewesen erheben, die hinter verschlossenen Türen keine Stimme haben und für die Abschaffung von Tierausbeutung und aller Tierversuche auf die Straße gehen!

Menschen mit rechtem, sexistischem oder homophobem Gedankengut sind selbstverständlich unerwünscht!!!

 

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[Review] Infoveranstaltung an der JLU am 29. Juni 2016

Sackgasse Tierversuch
Sie sollte ursprünglich eine Podiumsdiskussion werden, die Informationsveranstaltung zum Thema Tierversuche, zu der sich am Mittwochabend in einem Hörsaal des Philosophikums II etwa 70 Interessierte versammelt hatten. In Zusammenarbeit mit dem AStA war dieser Abend von der Tierrechtsgruppe Gießen organisiert worden, die im Vorfeld breite Kreise der Tierversuchsbefürworter der JLU, darunter auch den Universitätspräsidenten, vergeblich zu einer Teilnahme an der geplanten Podiumsdiskussion zu gewinnen versucht hatte.
„Dies ist leider typisch und passiert seit Jahren überall dort, wo Podiumsdiskussionen zu diesem Thema veranstaltet werden sollen“ wusste Claus Kronaus, Geschäftsführer des Vereins Ärzte gegen Tierversuch e. V., zu berichten. In seinem Vortrag erklärte er, dass Tierversuche keinen Fortschritt mehr bringen, sondern diesen im Gegenteil eher hemmen. Dies liege an den unzureichenden Übertragbarkeiten sowohl von einer Spezies auf eine andere, als auch von künstlich und unter Laborbedingungen erzeugten Symptomen auf echte Krankheiten und deren Ursachen in einem realen Lebensumfeld.
Herr Kronaus stellte dem in seinem Vortrag verschiedene moderne Forschungsmethoden gegenüber. So konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer beispielsweise erfahren, dass Microchips inzwischen mit menschlichen Zellen verschiedener Organe bestückt werden können und diese dann auf eine Weise miteinander verbunden werden, die es erlaubt, einen menschlichen Organismus in klein zu simulieren und wesentlich treffsicherere Aussagen über die Wirkung und Verstoffwechslung zu testender Substanzen erlaubt, als dies durch Tierversuche möglich ist. Auch hochmoderne In-vitro Techniken, die den Nachbau komplexer Strukturen des menschlichen Körpers im Reagenzglas nachbilden und sogenannte In-silicio Techniken, bei denen ausgefeilte Computerprogramme Informationen zur Wirkung von Substanzen auf einen Organismus liefern, kamen zur Sprache.
Da die Grundlagenforschung am sogenannten Tiermodell nach Angaben der Pressestelle der JLU an der hiesigen Universität einen besonders hohen Stellenwert einnimmt, während diese Art der Forschung gleichzeitig gemäß verschiedenen von Herrn Kronaus angeführten Studien nur ca 0,024 % für konkrete Anwendungen verwendbare Ergebnisse hervorbringt, stellt sich die Frage, wann die Verantwortlichen der JLU umdenken – im Sinne einer fortschrittsorientierten Wissenschaft und nicht zuletzt zur Vermeidung von Leid der derzeit ca. 15 000 jährlich in der Gießener Forschung und Lehre eingesetzten Tiere.

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Der Gießener Anzeiger hat unserer Veranstaltung einen Artikel gewidmet. Den ausführlichen Text könnt ihr hier nachlesen.

 

„Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen zurück.“ (Pythagoras)

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